Archiv für den Autor: Erich

Schwarzfahrer entschlossener denn je

Ein 22-jähriger Fahrkartenkontrolleur in einem Zug der U-Bahnlinie 8, ertappte am Montagabend einen 49-Jährigen ohne Fahrschein. Was dieser allerdings vorweisen konnte war ein gültiges Küchenmesser, woraufhin die Kontrolle zunächst zu seinen Gunsten abgebrochen wurde.

Kurze Zeit später wurde die Schwarzfahrt dann allerdings doch beendet und der Bewaffnete von der Polizei am Bahnhof Kottbusser Tor festgenommen.

Gehört im Radio

Hips don’t lie?

Hüften lügen als so nicht. Das könnte man so stehen lassen, würde man ignorieren, was die Schneiderkunst des 21.Jahrhunderts für Wunder zu vollbringen vermag. Selbst Inhaber einer letzten etwas aus der Form geratenen Hüfte, weiß ich dieses oder jenes Makel zu kaschieren.
Entkleidet vor dem Spiegel frag ich mich dann allerdings doch ob ich Shakira als Künstlerin überhaupt ernst nehmen kann. Das was durch raffinierte Schnittmuster verpackt schon fast athletisch anmuten lässt, erinnert enthüllt an eine Art zu dicken Dirk Bach.
Dass ich mir das Geld für die viel zu teure Eintrittskarte zu ihrer verlogenen Show am 26.01.2007 in der Max Schmeling – Halle sparen werde ist ja wohl klar.
Wenn ich ehrlich bin werd ich es sogar vermeiden auch nur in die Nähe der Max Schmeling – Halle zu gelangen. „Hips don’t lie“ – so eine Scheiße!

NPD doch nicht auf You Tube

Gestern hab ich noch gebloggt dass die NPD braune Nachrichten über YouTube verbreitet, und heute schon kann ich berichten dass YouTube darauf reagiert hat und den Rotz gelöscht hat. Man hat der Erich Autorität.

NPD auf YouTube

Dass auch die NPD irgendwann mal das Web 2.0 Zeitalter für sich entdecken könnte ist erstaunlich, wurde doch das so genannte „Weltnetz“ von den nationalen Eierköppen gern als imperialistische Erfindung verpönt.
Ebenso geschehen, benutzt die braune Spezies neuerdings YouTube um seine Propaganda zu verbreiten. Im Nachrichtenformat, stilistisch an der ARD-Tagesschau orientiert, wird das NPD-Fernsehen „Die Woche“ wie könnte es auch anders sein wöchentlich seine „Nachrichten“ über den Äther zu jagen.
Die ersten beiden Testfolgen, die bereits auf YouTube zu sehen sind, geben uns schon mal einen Vorgeschmack, was für antisemitische und ausländerfeindliche Inhalte bemüht werden um Wähler zu gewinnen.
Würde man nicht wissen, dass es jede Menge Blödmänner gibt, die den Scheiß in ihrer Verzweiflung glauben, müsste man sich eigentlich herzlich bepissen vor Lachen.
Nahezu dilettantisch versucht uns da der NPD-Aktivist Marcel Wöll, in das, bei mir jendenfalls nur rudimentär ausgebildete, nationale Gewissen.
Peinlich, peinlich und doch erschreckend.

Wer sich mal anschauen will, was den Mecklenburger demnächst an den Computer holt:

„Die Woche“ vom 10.9.2006
„Die Woche“ vom 17.9.2006

Aus Scheiße Gold machen.

Das meint Tom Cruise ganz gut zu können. Er und seine Freundin Katie Holmes haben vor kurzem den ersten Schiss ihrer gemeinsamen Tochter Suri in Bronze gießen lassen und hoffen nun, die Kacke-Statue gewinnbringend an den Mann zu bringen.
Dabei helfen will ihnen David Kesting, Direktor einer New Yorker Galerie. So hofft dieser auf einen Erlös von etwa 30.000 Dollar, wenn die Bronze-Wurst im kommenden Monat bei Ebay versteigert wird. Wie hat er es treffend formuliert: „Ein Bronzeguss des ersten Stuhlgang eines Babys kann eine wertvolle Erinnerung für die Familie sein“. Wenn man ein total bekloppter Scientologe ist, dann wahrscheinlich schon.
Verzapft hat die Scheiße übrigens der Künstler Daniel Edwards, der erst kürzlich mit einer lebensgroßen Statue von Britney Spears, wie sie gerade auf einem Bärenfell ein Kind gebiert, für Aufsehen sorgte

La Vela Puerca

Fast hätte ich vergessen, Euch folgenden Leckerbissen lateinamerikanischer Musikkultur anzubieten. La Vela Puerca, kommen aus Uruguay, und gelten dor nicht umsonst als Aushängeschild des Latin Ska. Teilweise die Ska-Rythmen hinter sich lassend, zeigen die Burschen allerdings auch, dass sie gern einmal die Rocksau rauslassen und dies praktischerweise auch noch können. Dabei kommen natürlich die Blasinstrumente nicht zu kurz.
Zu Gast sind La Vela Puerca heute Abend im SO36. Beginn ist um 21:00Uhr.

Pennywise

Amipunk, ausnahmsweise auch mal mit Attitüde, gibt es Mittwochabend im SO36 auf die Mütze. Zu Gast sind die fast schon legendären (ja gut, wer ist das nicht?) Pennywise.
Hört sich doch gut an oder? Für alle die Punk amerikanischer in dem Falle sogar kalifornischer Machart nicht mögen oder gar total scheiße finden, denen möchte ich an dieser Stelle trotzdem noch mal kurz die Geschichte von dem Tod des Pennywise Gründungsmitglieds Jason Matthew Thirsk erzählen. Schlimm auf Drogen und besoffen noch dazu kam er am Abend des 9. Juli 1996 auf die, ob seines Zustandes, dumme Idee eine seiner Pistolen aus der Schublade zu nehmen und jene zu putzen. Dabei soll sich laut einer Pressesprecherin von Epitaph Records ein Schuss gelöst haben, welcher den Pennywise-Bassisten tödlich traf. Genauso plausibel war allerdings auch die Vermutung der Polizei, dass Thirsk sich mit Absicht selbst getötet habe, da er sehr unter Depressionen litt. Muss man wohl mit sich selbst ausmachen, was man da glauben möchte.
Soviel dazu.
Die verbleibenden Mitglieder sind allerdings immernoch als Pennywise unterwegs, und machen für meinen Teil zumindest, ganz passable Rockmusik. Wie schon erwähnt sind sie übermorgen live im SO36.
Karten gibt es für 17 Eurochens. Beginn ist um 21:00 Uhr im Vorprogramm spielen unter anderem Bouncing Souls, welche ebenfalls Punkmusik machen und übrigens auch nicht zu verachten sind.

Jasmin Wagner

Sie hat sich verändert, ist erwachsener geworden, ihr Look ist natürlicher geworden. (berlin.de) Na, von wem ist die Rede? Okay einen Tipp hab ich noch: Früher sang sie sich mit Liedern wie „Boomerang“, „Herz an Herz“, und „Piep Piep kleiner Satellit“ in unsere Herzen. – Richtig! Blümchen. Nur als Blümchen ist die mittlerweile zur kapitalen Topfpflanze, wegen meiner auch zur Kaktee, herangereifte Jasmin Wager nicht mehr unterwegs. Schlicht und schnöde Jasmin Wagner steht jetzt auf ihren Tourplakaten. So auch demnächst an Berliner Mauern und Litfasssäulen prangend. Unter selbigen Namen ist sie wenig später auch live, und damit meine ich auf der Bühne, in der Kulturbrauerei, zu erleben. Ist das nicht grandios? Eben noch Yann Tiersen auf dessen Tour supportet und nun quasi als Headliner eine eigene Show abziehen? Gewagt, Fräulein Wagner!
Aber ganz allein ist sie ja dann doch nicht. Mit dabei hat sie eine 5-köpfige Band, die für die Musik sorgt, und die Texte stammen ja eh von Bernd Begemann. Also in der Tat kein Problem für unser Ex-Blümchen. Nichts wo man bei Bedarf nicht ins Publikum rufen könnte: „Hey das ist nicht von mir, der Bernd ist schuld, der hat gesagt ich soll das mal singen, und dabei immer schön lächeln.“

Ich müsste lügen wenn ich sagen würde, dass ich da hinginge. Aber falls Ihr da hemmungsloser seid: 10.09.2006 , 20:00 Uhr, Kulturbrauerei/Palais. Eintritt kostet nen Sack Dünger oder wohl eher 25,90€.

Kinderwagen plus Räder

Wenn man nen Kinderwagen kauft muss man nicht unbedingt damit rechnen dass der entscheidende Teil im Kaufpreis enthalten ist. Mit entscheidenden Teil meine ich die Räder, denn die machen ja schließlich einen Wagen aus. Als ich vor kurzem für unseren Sprössling besagtes Verkehrsmittel kaufen wollte, man reist übrigens erster Klasse im „Teutonia“, wurde ich erst an der Kasse unterrrichtet, dass 89,- Euro für die Räder ebenfalls zu entrichten wären. „Ohne fährta nich!“ machte die Spielemaxverkäuferin mir die zusätzlichen Räder schmackhaft. „Was kostet die Welt“ gab ich mich spendabel und hatte erste auf dem Parkplatz Tränen in den Augen.

BodyCount feat. Ice-T meine Damen und Herren

Passt mal auf Leute wenn ich jetzt noch nen verdammten Veranstaltungstipp abgebe, dann auch nur, weil ich ob der Meldung die ich nun wie folgt verarbeite, relativ euphorisch bin: Und zwar kommt der sagenhafte Ice-T für ein Konzert nach Berlin, nämlich ins S036. Genial oder? Noch genialer ist aber dass der Bursche auch noch seine alte Combo BodyCount mit im Rucksack hat.
Das ist doch einen kleinen Tusch wert, nicht wahr?
Für alle die nicht wissen wer Ice-T ist, denen muss ich es wohl mal kurz erzählen. Also der Ice-T ist ein Schwarzer Musiker, unter anderem auch Rap-Künstler. Jedoch ist er hinsichtlich seiner Musik äußerst flexibel. Mit vielen Künstlern aus den unterschiedlichsten Genres hat er schon zusammen musiziert. Darunter war unter anderem auch Jello Biafra den man als Sänger der Dead Kennedys kennt. Soviel zur Musik, die wenn sie gut ist, auch ne gewisse Message rüberbringen will.
Und das will Ice-T. In seinen Stücken setzt er sich mit dem Leben auf der Schattenseite des Kapitalismus auseinander. Dabei kommt der Alltag in Schwarzen-Ghettos und die Kriminalisierung genauso zur Ansprache wie der Rassismus, von dem sich Amerika und der Rest der Welt noch immer nicht befreien konnte.
Mit brachialen Gitarrenklängen mit denen er durch BodyCount unterstützt wird, und einem Vokabular bei dem man seiner Oma die Ohren zu hält zeigt Ice-T, dass er die Kritik die er da vom Stapel lässt todernst meint.
Muss man unbedingt gesehen und gehört haben. Ich geh hin, nämlich am 22.08.2006 um 21:00 Uhr ins SO36.

Dreigroschenoper

Die Dreigroschenoper wollte ich mir eigentlich schon immer mal anschauen aber was mich davon abhält mir die Inszenierung von Klaus Maria Brandauer anzuschauen ist die Starbesetzung, mit der für die Weill/Brecht – Oper geworben wird. „Mit Campino, Maria Happel, Gottfried John, Michael Kind Birgit Minichmayr, Katrin Sass, Walter Schmidinger und anderen Künstlern bettelt, stiehlt und hurt hier so viel geballte Bühnenpräsenz, dass das Korsett der kanonisierten Klassikeraufführung unweigerlich platzen muss.“ heißt es auf berlin.de. Na Wahnsinn, was der Autor dieses geistigen Ergusses eigentlich sagen wollte ist: „So ihr unkultivierten Schweine, die Typen kennt ihr ja aus der Glotze, ist also nicht schlimm, wenn Ihr Euch auch mal was nettes anzieht und ins Theater bewegt.“

Aber vielleicht wird’s ja doch ganz gut. Einem Klaus Maria Brandauer trau ich jedenfalls zu aus einem bourgeoisen Ex-Punk wie es Campino ja nun einmal ist, einen passablen Mackie Messer zu machen.
Der Spaß ist übrigens vom 11. August – 24. September 2006 im Admiralspalast am Bahnhof Friedrichstraße zu sehen und dank der genialen Kompositionen von Kurt Weill, umgesetzt durch das Filmorchester Babelsberg auch wunderbar zu hören.
Karten gibt es unter der Nummer: 01805 – 80 77 96.

Heißester Juli aller Zeiten

Wenn es die nächsten Tage auch so heiß wird, dann haben wir übrigens den heißesten Juli aller Zeiten erlebt. Das hat der Deutsche Wetterdienst kürzlich verkündet. Ich weiß gar nicht wie ich das finden soll? Warten wir mal ab. Wenn in drei Monaten vom heißesten Oktober aller Zeiten gesprochen wird, und wir auf einen ähnlich heißen Monat zurückblicken können, dann mache ich mir ernsthaft Sorgen. Nicht etwa, weil der Klimawandel plötzlich so extrem spürbar ist, sondern weil ich mir vor kurzem erst eine neu Jeans im Sonderangebot gekauft habe. Bei den Temperaturen untragbar.

Menschlicher Blitzableiter

„Bitte lachen Sie jetzt nicht! Denken Sie daran, dass etwas sehr Ernstes passiert ist und wir uns nicht in einem Slapstickfilm befinden“, so leitet die taz in ihrer heutigen Ausgabe ihre Rubrik „Gurke des Tages“ ein. Schallend loslachen musste ich entgegen der freundlichen Bitte allerdings trotzdem. Denn was da wirklich passiert ist spottet jeder Beschreibung. Bei einem Mittelalter-Spektakel in der Nähe von Stockholm wurde ein in einer Ritterüstung gekleideter 51-Jähriger vom Blitz getroffen. Just in dem Augenblick als er die Lanze hob, zischte der Strom in seinen Leib. Ob der Mann das Unglück überlebte wurde leider nicht berichtet. Hoffen wir das beste.

Volkspark Friedrichshain

Neulich war ich mal mit meinen Kumpels im Volkspark Friedrichshain. Ist übrigens sehr nett da. Das Publikum ist sehr durchwachsen. Links von uns saßen sich mit Bier-vollspritzende Punker und rechts zwei kiffende Achtklässer. In Zeiten zunehmender “Prollisierung” wusste ich deren Nachbarschaft zu schätzen.
Gut daran tut man übrigens wenn man seinen eigenen Grill bei hat und auf selbigen geeignetes Grillgut gart. Sind doch die Currywürste die der Imbiss feilbietet mit ziemlich hohem Preis und unverhältnismäßig schlechtem Geschmack ausgerüstet. So viel dazu.
Ausgesprochen niedlich waren die Hippies die sich an dem knapp zwei Meter hohen Felsklops als Freeclimber versuchten. Das muss einem erstmal gelingen, dabei Spaß zu haben.
Alles in allem ein wunderbarer Tag. Wenn gerade mal kein eigenes Wassergrundstück in der Nähe ist, sollte man sich ruhig mal im Volkspark F’ hain sehen lassen.

Bildungslücke bei Polizeibeamten?

Schlimm, wenn Bildungslücken die Polizeiarbeit behindern. Noch viel schlimmer allerdings ist wenn das Bild vom Polizisten als trantütige Knallbirne durch erschreckende Ahnungslosigkeit wie im Fall des Neonazi-Fanals in Pretzien, bestätigt wird. Mensch da wurden keine Wolf und Rüffel-Videokassetten verbrannt. Da wurden die Aufzeichnungen einer Jüdin die im KZ Bergen-Belsen ermordet wurde, geschändet. Doch angeblich wußten die beiden involvierten Polizisten nicht wer Anne Frank war.
Was hat man denn da wieder versäumt. Von einem Polizeibeamten erwarte ich doch, dass er ein Verbrechen erkennt wenn er eines vor sich hat. Also wenn ich glatz-, wegen meiner auch scheitelköpfige Vollidioten sehe wie sie irgendwelche Gegenstände in einem militärischem Zeremoniell den Flammen überreichen, dann drängt sich mir doch sofort der Verdacht auf, dass die da irgendetwas verfassungsfeindliches veranstalten. Als Polizist wird man doch, berichtige man mich, wenn dem nicht so ist, bezahlt, die Verfassung zu schützen. Was hat die beiden Kollegen in Pretzien daran gehindert ihren Job zu tun? Wahrscheinlich die Tatsache dass in dem Dorf bei Magdeburg nicht nur sechs Verfassungsschützer wohnen. Auch der frühere Innenminister Jeziorsky hat sich dort niedergelassen. Jener hat übrigens auch schon für Schlagzeilen gesorgt, indem er sich mit einer rechtsradikalen Kameradschaft fotografieren ließ.
Insofern ist der Fall für mich klar. Ich würde mir ja auch nicht anmaßen auf einer Party den Gastgeber rauszuschmeißen.

Wir weinen mit Euch!

Bild

Darauf hab ich mich schon die ganze Nacht nach der dramatischen Niederlage der deutschen Elf gefreut: Einen schönen fetten reißerischen Aufmacher unserer auflagenstärksten „Tageszeitung“. Und in der Tat, mal wieder spricht die BILD-Zeitung uns allen aus der Seele. Die Spieler der deutschen Nationalmannschaft sind nämlich trotzdem unsere Helden. Gar nicht mal weil sie wider erwarten sogar bis ins Halbfinale gekommen sind, nein sie haben uns endlich wieder etwas Nationalbewusstsein, ja sogar eine klitzekleine Spur Patriotismus eingeflößt. Neben den Deppen die sich auf der Straße fahneschwenkend, schwarz-rot-gülden bepinselt zu ihrem Land bekennen scheint ja so gar der Bundes-Hotte wieder stolz auf Deutschland zu sein. Insofern haben wir allen Grund mit Euch zu weinen. Das habt ihr sicher nicht beabsichtigt, oder etwa doch?

Unisex

Wenig positives Feedback bekam mein Kumpel neulich vor dem Friseursalon „Unisex“ am Bahnhof Alexanderplatz. Als er Kundinnen des Ladens, die vor dem Geschäft an einem Tisch Platz genommen hatten, fragte, ob sie denn sowohl weibliche als auch männliche Geschletsteile besäßen, wurde ihm nur bedeutet weiter zu gehen.

Deutschland im Halbfinale

So, der Drops ist gelutscht, das Runde wurde mehrfach im eckiegen untergebracht, und glaubt man unserem Beckmännle sind die Deutschen den Sternen näher als zuvor. 5:3 Nach Elfmeterschießen! Halbfinale wir kommen!
War das ein Krimi? Ich für meinen Teil geh mich jetzt erst einmal umziehen, denn selten hab ich so geschwitzt. Ich bin nicht so der Fußball-Experte, auch interessiert mich die Bundesliga einen Scheiß. Insofern werde ich mir und Euch stümperhafte Einschätzungen meinerseits ersparen. Was ich aber resümierend, auch ohne dass ich mich mit Sport groß auskenne, bemerken muss, ist, dass die Argentinier sich unsportlich verhalten haben als gäbe es kein Morgen mehr. Und damit meine ich nicht einmal die Fouls und Rempeleien. Diese unzähligen Schwalben. Von 120 Minuten Gesamtspielzeit haben die Südamerikaner doch mindestens ne Halbestunde in der Horizontalen verbracht. Es gab ja wohl nicht eine Spielsituation wo sich nicht mindesten ein Gaucho wie ein mit Wespen übersäter Fettsack über den Rasen gerollt hat. Aber egal mit der Idee Bundes-Team-Manager Oliver Bierhoff nach dem Spiel eine aufs Maul zu hauen haben sie so manches unmännliches Verhalten wieder wettgemacht.

Deutschland – Argentinien: 9:3

Mit dem Aufsagen von Statistiken wurde zwar noch kein Spiel gewonnen, aber schaden kann es ja auch nicht. Wie ich gerade gelesen habe, konnte Argentinien noch nie in Berlin gewinnen. Weder gegen die deutsche Nationalmannschaften noch gegen andere Teams. Na wenn das kein gutes Omen für das Viertelfinalspiel ist. Andersrum kann darauf aber auch gern geschissen werden. Die Deutsche Elf ist derzeit so gut drauf, dass sie gar nicht verlieren kann, auch nicht gegen Argentinien.

Schlaue Oma

Ich hab gerade eine Rentnerin beobachtet, wie sie sich unter die Überdachung eines Hauseingangs gekauert hat. Unglaublich, eine Stunde später hat es tatsächlich angefangen zu regnen. Ohne ihre seherischen Fähigkeiten wär die Frau aufgeschmissen!

Keine Sorge, der macht nichts!

Grrrrr!

Der will nur Spielen! Was da so gefährlich anmutend, Zähne bleckender Weise auf dem Teppich liegt, ist eigentlich gar nicht so gefährlich. Beim Schlafen sind der niedlichen Schäferhündin einfach die Lefzen nach unten geschlabbert. Dabei wurden die kapitalen Zähne freigelegt. Süß was?

Blöder Schiri

Jeder Fußballbegeisterte wird es vielleicht schon zehnmal gehört haben, ich jedoch habs gerade erst erfahren. Beim WM-Vorrundenspiel Kroatien gegen Australien hat wohl der Schiedsrichter den Vogel abgeschossen. Der Unparteiische zeigte dem kroatischen Spieler Josip Simunic drei mal die Gelbe Karte. Nichtmal den Schiedsrichterassistenten ist der Fehler aufgefallen. Hätten die Australier sich beschwert hätte die Partie wohl neu angesetzt werden müssen.

Ich trage eine Fahne…

Um mal dem Phänomen der dieser Tage allerorts präsenten schwarz-rot-goldenen Farbenpracht auf den Grund zu gehen, hat das ZDF kürzlich eine kleine Straßenumfrage durchgeführt. Um der Welt zu zeigen, wie doof der durchschnittliche Deutsche ist, wurden die peinlichen Ergebnisse doch tatsächlich in der Halbzeitpause des Spiels Deutschland gegen Polen ausgestrahlt.
Gefragt wurde ob sich in der Massenbeflaggung so etwas wie wiederentdeckter Patriotismus widerspiegelt, oder schlicht und einfach aus Partylaune geschmückt wird. Besonders bemerkenswert fand ich dabei die Antwort eines komplett in den deutschen Nationalfarben geschminkten, und natürlich in ähnlicher Farbgebung gekleideten Vollidioten. Seiner Meinung nach sei doch das Tragen der Fahnen und Farben nicht nur ein Partyschmuck, komme doch damit auch wieder etwas Nationalbewusstsein zum Ausdruck. Ferner hat sich der Depp auch nicht entblödet zu sagen, dass man ja schließlich auf Deutschland wieder stolz sein könne! Auf Deutschland stolz sein? Auf was denn? Auf die Millionen von Arbeitslosen, die Hartz- IV-Gesetze, die Tatsache, dass sich Ausländer in manchen Regionen fürchten müssen? Oder meint er die Deutsche Bank?
Wäre der Reporter nicht so perplex über so viel schreiende Doofheit gewesen, hätte er dem Eierkopp sicherlich die Schminke aus der Visage gekloppt.

Ach Radio 1

Von der Nachrichtenredaktion meines Lieblingsradiosenders Radio1 bin ich sehr enttäuscht. Lautete doch die erste Meldung gestern Morgen, dass unser aller Ballack`s Wade immer noch verhärtet sei. „Aber dafür können doch die von Radio 1 nichts!“ werdet Ihr jetzt sicherlich denken. Nee können sie ja auch nichts, wäre ja auch unheimlich, wenn Radiosender über die körperliche Verfassung fremder Menschen bestimmen könnten. Nein mich ärgert nur dass News die weitaus wichtiger und mitteilungswürdiger wären, hintangestellt wurden. Verhungernde Kinder, Epidemien in Afrika, Umweltkatastrophen, müssen die sich in punkto Brisanz hinter dem Zustand der Beine eines überbezahlten Sportlers verstecken? Solange der dicke Deutsche Bier und Fußball hat scheinbar schon.

Fußball, yeah!

Die Welt ist rund, der Ball dauert 90 Minuten und die Nazis sind am Ende die Deutschen? So oder so ähnlich hat irgendein Fußballphilosoph einmal das infantile Spiel mit dem ledernen Schweinsprodukt beschrieben. Unschwer zu erkennen interessiert mich Fußball nen Scheiß. Auch die Verbrüderung der geisteskranken Anhänger, der so genannten FIFA-Weltmeisterschaft, reißt mich nicht vom Hocker. Aber was macht man nicht um halbnackend biersüffelnderweise vor dem Fernseher lümmeln zu dürfen, ohne dass die Frau mitkriegt, dass man ja eigentlich doch gar kein Stil hat. Kurz auf die anderen Haushalte mit ähnlich hedonistischen Halbaffen verwiesen lässt man Larry nebst Lümmel heraushängen und rülpst der Freundin wohlige Zufriedenheit entgegen.
Mit etwas Glück darf man sich noch gleichgesinnte Kumpels ins Haus holen und ausnahmsweise sogar rauchen. Ist doch nur alle vier Jahre. Ob ich mir so eine Riesen- Winkehand in unseren Nationalfarben kaufe? Mal schauen.

Metallica

Unglaublich aber wahr. Auch am Tag des Konzerts, nämlich heute sind immer noch Karten für James Hetfield und seine Mannen zu haben. Aber wer will schon 65 Euro bezahlen, und sich in der ekelhaften Waldbühne vollregnen lassen? In erster Linie wohl Metallica Fans. Rock and Roll!

Paolo Conte

Paolo Conte ist am 5. August zu Gast in Berlin und spielt live auf der Museumsinsel. Als ich das gehört habe, hab ich mich gefreut und gesagt: „Da gehst Du hin!“ Als ich dann gesehen hab, dass die billigste Karte85 Euro kostet, hab ich die Entscheidung sofort verworfen. Wenn mir jemand sagen kann warum ich so viel Geld für ein Konzert ausgeben sollte, wäre ich fast beeindruckt.

Ich will keinen Kuss!

Wo ich folgende Geschichte her habe, und ob sich das überhaupt so zu getragen hat, weiß ich nicht. Aber lustig ist sie dennoch: In einer gut gefüllten U-Bahn begleitet eine fürsorgliche Mutti ihr Kind zur Station in der Nähe der Schule des Kindes. Als der Bahnhof so gut wie erreicht war, möchte die Mutter, ihrem Schatz noch einem Kuss mit auf den Weg geben. Davon war das Kind dann aber weniger begeistert und wehrte sich mit den Worten: „Ich will keinen Kuss, Du hattes gestern Papas Puller im Mund!“ Mann möge sich vorstellen, wie die Brigade Bauarbeiter die ebenfalls im Abteil war, reagiert hat.

Pepe

Pepe

Hallo Berlin, das ist mein Hund Pepe. Da er so schnell ist, ist das Bild natürlich etwas verschwommen. Aber dennoch kann man unschwer erkennen, welche Kraft aber auch Eleganz ihm innewohnt. Ich will es mal so sagen, hätte Aragorn einen Hund, hätte Peter Jackson beim Casting zur HdR-Verfilmung wohl nicht lange gefackelt und Pepe die Rolle gegeben.

Motorradfahrer angefahren

Bei einem Verkehrsunfall auf dem Buckower Damm wurde am Donnerstag ein Motorradfahrer schwer verletzt. Ein Autofahrerin hatte den 31-Jährigen beim Linksabbiegen übersehen, und angefahren.

Gelesen in der Berliner Morgenpost

Wo ist Lippi?

Na zum Glück nicht hier, würd ich spontan sagen. Nee mal Spaß beiseite „Wo ist Lippi?“ ist seit „Wetten dass?!“ wohl das erste ernstzunehmende Fernsehengagement, mit dem der Vorzeige-Ossi Wolfgang Lippert nach der Wende betraut wird. Na gut, „Wetten dass?!“ wurde ihm nach 9 Quoten-killenden Sendungen zum Glück wieder weggenommen, aber immerhin. Und etwas Geld hat er auch verdient, anderen Ossis ging es nach der Wende bedeutend schlechter. Aber irgendwann ist auch das „Wetten-dass?!“-Geld alle, da müssen kleinere Reperaturen im Heim dann wieder selbst gemacht werden. Und die nötigen Werkzeuge muss man zur Not halt im Baumarkt mitgehen lassen. Armer Lippi, hättste nur was anständiges gelernt. Obwohl Du ja, bevor Du der beliebteste Entertainer der DDR wurdest, angeblich als KFZ-Mechaniker gearbeitet hast. Aber bei den ganzen Westautos, da muss man ja auch erstmal hintersteigen, hat man ja damals bestenfalls im Westfernsehen eines zu Gesicht bekommen.
Aber das ist nun Geschichte der Lippi, der Wolfi, der Wolfgang Lippert ist zurück. Zurück im TV-Business, um mal wieder ganz großes Entertainement aus dem Sacko zu lassen. Ich bin gespannt. Das Konzept kling einfach: Lippi wird mit verbundenen Augen durch mitteldeutsche Städte (vermutlich der Osten) geführt und muss anhand von Tipps die ihm die Eingeborenen geben das Kaff erraten. Gezeigt wird die lustige Show übrigens im MDR. Bin mal gespannt wie clever sich der Lippi anstellt. Falls es langweilig wird, hätte ich schon eine Idee für die zweite Staffel: Lippi wird in einen Keller in irgendeiner Stadt gesperrt, und die Zuschauer müssen erraten wo er ist, und per TED abstimmen, ob er rausgelassen wird.