Student in Berlin – Geld sparen mit der Steuererklärung

Studieren ist nach wie vor, nicht nur in der Hauptstadt teuer. Auch wenn deutsche Studenten nicht den gleichen finanziellen Belastungen, wie Studenten im Ausland ausgesetzt sind. Vor allem hohe Mieten und Lebensunterhaltungskosten fordern die Studenten heraus. Die meisten von ihnen gehen zwar mit einem Abschluss, jedoch leider auch mit Schulden aus dieser Zeit hervor. Jedoch ist es möglich, sich zumindest ein Teil der Kosten nach dem Studium in Form von „Werbungskosten„ zurückzuholen.

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Was kann abgesetzt werden?

Die wichtigste Frage soll direkt zu Anfang beantwortet werden, da die meisten Studenten keine übermäßige Lust haben, ihre Freizeit mit Steuererklärungen zu verbringen. Abgesetzt werden können Werbungskosten, sowie Sonderausgaben.

Die meisten Studenten müssen außerdem für ihr Studium Anschaffungen tätigen. Ganz klassisch ist hier das Notebook, welches mittlerweile fast unerlässlich geworden ist. Dieses kann zumindest zum Teil abgesetzt werden, da es nun mal meist auch privat genutzt wird. Andere Ausgaben lassen sich jedoch (meist) komplett absetzen. Dazu gehören die Kosten für die Fahrten zur Universität.

Auch Mieten werden erstattet, wenn es sich um eine doppelte Haushaltsführung handelt. Muss für den Antritt der Wohnort gewechselt werden entstehen außerdem Umzugskosten, welche auch übernommen werden. Semesterbeiträge, sowie die Studiengebühren können auch abgesetzt werden. Braucht der Student Hard- und Software für sein Studium, kann dies ebenfalls geltend gemacht werden, genauso wie Fachliteratur und Arbeitsmaterial. Als Student ist auch ein eigenes Konto unumgänglich. Für dieses fallen meist Gebühren an. Diese werden sehr wahrscheinlich auch komplett zurückerstattet.

Wie funktioniert das Absetzen der Kosten?

Die Steuererklärung ist natürlich keine Pflicht, sondern eine Chance für den Studenten. Ein Studium aufzunehmen, ist schließlich auch der Verzicht auf ein geregeltes Einkommen. Die Berufsausbildungskosten bleiben somit erst einmal dem Studenten überlassen.

Die Aufwendungen können jedoch als vorweggenommene Werbungskosten geltend gemacht werden. Diese wurden schließlich für den zukünftigen Beruf aufgewendet. Diese Verluste, welche den Studenten während der Zeit ihres Studiums entstehen, können in den berufstätigen Jahren mit den Einkünften verrechnet werden. Die Steuern, welche dann gezahlt werden müssen, werden also gemindert.

Die Randbedingungen

Es gibt einige Voraussetzungen, die von dem jeweiligen Studenten erfüllt sein müssen, damit er nach seinem Studium Kosten zurück erstattet bekommt. Es darf sich bei dem Studium nicht um ein Erststudium handeln. Vorab muss also eine Ausbildung oder bereits ein anderes Studium abgeschlossen worden sein. Ansonsten werden nur die Sonderkosten erstattet.

Wird allerdings der Grundfreibetrag von aktuell 8.652 Euro überschritten, ist eine Steuererklärung unumgänglich. Sonderausgaben werden außerdem nur bis zu einer Summe von 6000 Euro zurück erstattet. Als weitere Regelung kommt hinzu, dass der Student nicht mehr als 11.000 Euro in einem Jahr verdient haben darf. Die einzige Ausnahme dieser Regelung liegt darin, dass sie nicht gilt, wenn der Student einen sehr langen Anfahrtsweg zu seiner Arbeit hatte.

Wird während des Studiums ein Jobs ausgeübt, bei dem mehr als 450 Euro im Monat verdient wird, ist eine Steuererklärung ebenfalls verpflichtend. Diese Regelung gilt auch, wenn es sich um mehrere Jobs handelt, die insgesamt ein Einkommen von mehr als 450 Euro pro Monat erbringen.

Die Rückerstattung kann nur bis zu vier Jahre nach dem erfolgten Studienabschluss geltend gemacht werden. Danach erlischt dieser Anspruch. Dafür müssen alle erforderlichen Belege aufgehoben werden.

Weiterführende Informationen für Studenten gibt es auf www.elster-steuererklaerung.com.

Bild: Flickr.com (Maik MeidCC BY 2.0)