Zille-Museum gerettet

Das von der Schließung bedrohte Heinrich-Zille-Museum im Berliner Nikolaiviertel ist dank des Engagements der Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) gerettet. Wie der Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Nikolaiviertel, Udo Pape, am gestrigen Mittwoch in Berlin mitteilte, werde die WBM den notwendigen Umbau des Museums mit einem Beitrag in noch nicht genannter Höhe unterstützen. Lobenswert, aber nur mal so Rande: Würde auch eine, wie vom Verfassungsgericht gefordert, privatisierte Wohnungsbaugesellschaft sich finanziell für die Kultur engagieren oder würde das schon nicht ins Konzept der Profitmaximierung im Investoreninteresse passen. So wurde im Zille-Museum und wohl nicht nur dort mit Beruhigung zur Kenntnis genommen, dass laut Koalitionsvertrag die Privatisierung von Wohnungsbaugesellschaften in Berlin erstmal kein Thema ist.
So kann also das Museum nun vom 18. Dezember bis Mitte Februar renoviert werden, bevor es anschließend mit einem neuen Konzept wieder eröffnet. Zusätzlich unterstützt die WBM das Museum in den touristenarmen Wintermonaten Februar und März mit Zuschüssen, denn 80 Prozent aller Besucher des Zille-Museums sind Touristen.
Im Jahr 2008 feiert die Heinrich-Zille-Gesellschaft den 150. Geburtstag des 1929 in Berlin gestorbenen Malers, Zeichners und Fotografen. Mehr unter: www.heinrich-zille-museum.de