Archiv für den Monat: März 2015

Pianist holt Klavierlegende Jerome Lowenthal nach Berlin

Kunst

  • Solokonzert-Abend mit Soheil Nasseri am 6. und Jerome Lowenthal am 19. Mai 2015 um 20 Uhr im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie
  • Auf dem Programm stehen u.a. Werke von Schubert, Chopin, Beethoven, Liszt, Fauré und Webern

Berlin, den 3. März 2015 ─ Dass ausgebildete Musiker als Veranstalter ihre ehemaligen Lehrer präsentieren, geschieht im klassischen Konzertleben selten. Doch Pianist Soheil Nasseri hat ein besonderes Anliegen. Er holt seinen Mentor, die Klavierlegende Jerome Lowenthal, erstmals für einen Auftritt in seine Wahlheimat Berlin. Die Konzerte am 6. und 19. Mai 2015, jeweils um 20 Uhr im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie, versprechen musikalisches Spitzenniveau. Das Programm stellen am 6. Mai Werke von Schubert, Chopin, Beethoven und Liszt sowie am 19. Mai Werke von Chopin, Beethoven, Fauré, Webern und César Franck.

„Mir fällt niemand ein, der mir so selbstlos so viel gegeben hat, wie mein Lehrer Jerome Lowenthal und ich freue mich, ihm mit meiner Einladung zu danken. Das Konzert ist aber auch ein Geschenk an meine Nachbarn, alle Musikliebhaber Berlins“, sagt Soheil Nasseri.

Lowenthal, dessen jüdische Großeltern 1890 aus Osteuropa nach Pennsylvania, USA, emigrierten, spielte bereits mit sieben Jahren vor dem Mathematik-Genie Albert Einstein. Mit 13 debütierte er mit dem Philadelphia Orchestra und bald musizierte mit einigen der weltbesten Dirigenten wie William Steinberg, Pierre Monteux, Leonard Bernstein, Leopold Stokowski und Daniel Barenboim. Im Zuge seiner Lehrtätigkeit an der Juilliard School in New York wurde Jerome Lowenthal ein berühmter und anerkannter Pädagoge.

 

Über Jerome Lowenthal

Jerome Lowenthal, einer der herausragendsten und facettenreichsten musikalischen Persönlichkeiten der Klavierwelt, wurde 1932 in Philadelphia, Pennsylvania geboren. Seine Großeltern waren zuvor aus Osteuropa emigriert. Bereits mit sieben Jahren spielte er für Albert Einstein, mit dreizehn debütierte er mit dem Philadelphia Orchestra und ab seinem 17. Lebensjahr nahm er Unterricht bei Artur Rubinstein, während er mit dem renommierten Pianisten William Kapell studierte.

Durch Kapells tragischen Tod bei einem Flugzeugabsturz zog es Lowenthal nach New York, wo er mit Eduard Steuermann studierte. Später erhielt er unter Alfred Cortot in Paris den ersten Preis beim prix de concert.

Nach seinem Studium spielte Lowenthal unter der Leitung von Dirigent Josef Krips Béla Bartóks Klavierkonzert Nr. 2, das als eines der schwierigsten Werke der Klavierliteratur gilt. Krips führte ihn auf Konzertreisen nach New York, Tel Aviv, Philadelphia und San Francisco. In den folgenden Jahren musizierte er wiederholt mit einigen der weltbesten Dirigenten wie William Steinberg, Pierre Monteux, Leonard Bernstein, Leopold Stokowski und Daniel Barenboim.

Mit seiner Lehrtätigkeit an der Juilliard School in New York wurde Jerome Lowenthal ein berühmter und anerkannter Pädagoge und führt auch weiterhin seine aktive Karriere über Aufnahmen, Konzerte, als Juror bei Wettbewerben und Festivalteilnehmer fort.

 

Über Soheil Nasseri

Der US-amerikanische Pianist Soheil Nasseri ist ein eigenwilliges Ausnahmetalent. Als Sohn iranischer Exilanten wuchs er in Santa Monica, Kalifornien auf. Im Kindergarten spielte er Beethoven, mit fünf Jahren setzte er bei den Eltern, beide Wissenschaftler, den eigenen Privatunterricht durch. Als Teenager brach er die Schule ab, um sich ganz seiner Leidenschaft widmen zu können und verkündete, Konzertpianist zu werden.

Mit 20 dann, zog es Nasseri nach New York, wo er sich musikpädagogisch in über 60 Schulkonzerten engagierte und bei Karl Ulrich Schnabel studierte. 2001 wurde der Weltklassepianist Jerome Lowenthal sein Mentor. Seit 2006 lebt Soheil Nasseri in Berlin. Er kam, um die Heimat von Beethoven, Brahms und Schumann, die er verehrt, zu verstehen – aber auch, um junge Menschen zu treffen, die Klassik lieben wie er.

 

Hörproben unter: http://soheilnasseri.com/category/recordings_de/

Tickets für Soheil Nasseri hier und für Jerome Lowenthal hier.