Berlin-Blog: Das Weblog von Berlinern für Berliner

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Mi
12
Aug '09

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vera-lengsfeld.jpg

Enrico Uccello - Vera Lengsfeld im Einsatz

Kampf gegen die Moderne

Alles muss heutzutage billig, praktisch und schnell zu haben sein - nicht so bei Gabriele Riesner, wohnhaft in Berlin-Lichtenrade. Die 52-jährige betreibt seit 18 Jahren eine klein Heißmangelstube mit Leib und Seele. Für Sie kommt es nicht in Frage, das Bett mit einem einfachen Spannbettücher zu beziehen. Sie glättet und stärkt ihre eigene Wäsche und die ihrer ca 50 Kunden. Es gibt nämlich noch einige Zeitgenossen, die durch die halbe Stadt fahren, um bei Frau Riesner einen Korb voller Bezüge, Tischdecken und Servietten abzugeben - zwar schon gewaschen, jedoch noch zerknittert. Mit Dampf und Hitze führt Sie die Wäsche gekonnt durch ihre Mangel. Und wer es einmal gemacht hat, weiß was für ein herrliches Gefühl es ist, sich in ein frisch gemangeltes Bett zu legen. Im Atlon wird es vorgemacht, dort kann man den Spaß jedoch nicht unter 250 Euro genießen - bei Frau Riesner ist das bereits ab 1,80 Euro möglich. Aber bei Ihr kommt es nicht auf das Geld an. Sie erledigt Dinge auch gerne mal einfach nur des guten Gefühles wegen. So holt Sie bei manchen Kunden die Wäsche persönlich ab, bringt Sie wieder dorthin zurück, holt sogar wenn Sie gefragt wird Kleinigkeiten vom Supermarkt. In der heutigen Zeit beiweitem keine Selbstverständlichkeit mehr.

Mo
3
Aug '09

Dealen im Tom & Jerry

Dealen in der Kneipe

Einschlägig bekannte Dealer sollen in einer Kneipe Tom & Jerry im Eichborndamm (Reinickendorf)an mehreren Personen Drogen verkauft haben. Dies von Angestellten und der Inhaberin des Lokals geduldet worden sein. Im Lokal Tom & Jerry wurden von der CDU Reinickendorf Bürgersprechstunden abgehalten.

So
2
Aug '09

Drogen im Tom & Jerry Eichborndamm 34-36 Berlin Reinickendorf

Drogen und Gewalt: Schon 117 Lokale geschlossen

Kneipen werden immer öfter zum Ort illegaler Geschäfte / Spitzenreiter Kreuzberg und Wedding
Michael Helberg und Matthias Gebauer
Immer mehr Gaststätten in Berlin werden von den zuständigen Bezirksämtern geschlossen. Der Grund: Kneipen dienen immer mehr als Treffpunkte für Kriminelle, die in den Gasträumen ihren illegalen Geschäften nachgehen. Die Gaststättenbetreiber sehen diesem Treiben tatenlos zu oder sind sogar an den Geschäften beteiligt.

Allein in diesem Jahr wurden bereits 117 Gaststätten auf amtliche Anordnung geschlossen. Das sind bereits 17 mehr als im gesamten Vorjahr. In allen Fällen hatten die jeweiligen Wirtschaftsämter schwerwiegende Vergehen festgestellt. Häufig hatte die Polizei in Amtshilfe den Ämtern Hinweise gegeben, daß in den Kneipen entweder mit Drogen gehandelt wurde, Hehlerware an Gäste verkauft oder Prostitution gefördert wurde.

Spitzenreiter bei den Schließungen ist der Bezirk Kreuzberg mit 33 zwangsgeschlossenen Lokalen. Gefolgt von Wedding mit 20 Gaststätten. Der Weddinger Bezirksamtsdirektor Manfred Nowak sagte, daß schon der kleinste Beweis ausreiche, um ein Lokal zu schließen. “Ist die Kneipe erst einmal zu, ist es schwer für den Betreiber, sie wieder zu öffnen.”

Charlottenburg dagegen gehört mit Pankow und Steglitz zu den Bezirken, wo 1997 noch keine Kneipe wegen krimineller Machenschaften dicht machen mußte. Hans Brombosch, stellvertretender Wirtschaftsamtsleiter in Charlottenburg: “Es muß klar erkennbar sein, daß der Wirt über die illegalen Machenschaften in seinem Geschäft Bescheid weiß. Verstöße in unserem Bezirk konnten wir bislang noch keinem nachweisen.” Karl Weißenborn, Geschäftsführer der Hotel-und Gaststätteninnung zu dem Problem: “Die ansteigenden Zahlen sind besorgniserregend.” Kneipen als Orte der Illegalität seien schlecht für das Gewerbe. Wirtschaftssenator Elmar Pieroth ist sich sicher, daß sich das soziale Milieu der Bezirke auch in den Kneipenschließungen widerspiegelt. “Wir werden weiterhin innerhalb unserer Fachaufsicht dafür sorgen, daß die gesetzlichen Regelungen von den Gastwirten eingehalten werden”, sagte der CDU-Politiker.