Wie Herr und Frau Hauptstädter gestern aus verschiedenen Berliner Medien (rbb, Tagesspiegel) erfahren mussten, planen die Verkehrsbetriebe eine Preiserhöhung beim Einzelfahrschein (von 2,10 auf 2,30 Euro). Dafür soll der Preis für die Tageskarte um 80 Cent sinken (bisher 5,80 Euro). Die glücklichen Abonnement-Besitzer unter euch dürfen sich dagegen freuen, da sie von den Änderungen nicht betroffen sein sollen.
Aber, und das sei an dieser Stelle jedem, der sich für eine Privatisierung der Verkehrsbetriebe ausspricht, gesagt: Da sich die BVG noch in öffentlicher Hand befindet und sich daran, glaubt man zumindest dem rot-roten Koalitionsvertrag, in den nächsten Jahren nichts ändert, muss die Preisgestaltung immer noch mit dem Senat abgestimmt werden. Dieser politische Einfluss verhindert dann (im besten Fall) die Erhebung von Preisen rein nach Profitabilitätsgesichtspunkten, wobei wer den Marktpreis nicht zahlen kann, einfach ausgeschlossen ist. Und das bei einem so wichtigen Aspekt des Lebns wie der Mobilität … . Die dafür zuständige Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer (SPD) soll bis jetzt eher für einen nicht so starken Preisanstieg beim Einzelfahrschein plädieren. Was letztlich rauskommt, schaun mer mal…
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Das Einfache liegt eben manchmal doch ganz nah. Obwohl es in diesem Jahr in Berlin so kurz vor Weihnachten sicherlich nicht zum ersten Mal viele einkommensschwache Familien gibt, so ist es doch (erstaunlicherweise) das erste Mal, das es für eben solche Familien auch einen Weihnachtsmarkt gibt. So soll bei dem an diesem Freitag in Spandau eröffnenden Markt unter dem Motto „Weihnachtsgeschenke für alle“ Gespendetes zu niedrigen Preisen angeboten weren, so die Organisatoren des Vereins Goldnetz, der Berliner Tafel und des Jobcenters Spandau. Dass der Besucher allerdings ein Monatseinkommen unter 900 Euro nachweisen können muss verhindert vielleicht einerseits den Missbrauch durch Unberechtigte, dürfte aber viele Berechtigte aus Schamgründen auch abschrecken. Wer bekennt sich schon gern zu seiner Armut in dieser materialistisch geprägten welt…
Näheres zum Ort und Öffnungszeiten findet sich unter: www.goldnetz-berlin.de, www.berliner-tafel.de
Dennoch, vom Ansatz her eine gute Idee, die jedoch nicht auf einen Weihnachtsmarkt beschränkt bleiben muss, da einkommensschwache Familien ja oft das ganze Jahr knapp bei Kasse und noch öfter reich an Wünschen sind, um in der Status-Gesellschaft noch einigermaßen mithalten zu können.


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