Berlin Global versteht sich selbst als eine Stadtführung mit anderem Blickwinkel. Denn statt auf die bekannten Sehenswürdigkeiten, richtet sich das Augenmerk in dem Fall auf die Dinge, die gewöhnlich im Verborgenen bleiben. Dies sind die oft unerwünschten und vielfach noch unbekannten Nebenwirkungen, die unsere Konsumprodukte und Lebensweisen in anderen Teilen der Welt haben. Denn viele Produkte, die wir so konsumieren, werden in einem globalen Zusammenhang hergestellt. So reichen die Themenfelder der „berlin global“- Gruppe, die solchen Fragen nachgeht um die gewonnenen Informationen weiterzugeben, denn auch von Bananen über Handy- und Textilproduktion bis hin zu den internationalen Finanzmärkten.
Das Ziel der Veranstalter ist, mit den globalisierungskritischen Stadtführungen andere Menschen zu erreichen und zum Nachdenken über globale Prozesse anzuregen. Es soll gezeigt werden, dass viele für uns alltägliche Dinge mit Globalisierung zu tun haben und wie die Teilnehmer einige der negativen Auswirkungen durch ihr Verhalten beeinflussen können. Dazu werden verschiedene Geschäfte und relevante Orte in Berlin angelaufen, wo mit den TeilnehmerInnen spielerisch die globalen Zusammenhänge erarbeitet werden sollen.
Die Stadtführung richtet sich sowohl an SchülerInnen als auch an andere interessierte Gruppen und findet jeden ersten Samstag im Monat um 12 Uhr statt. Treffpunkt ist die historische Ampel am Potsdamer Platz.
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Am Dienstag sind in Berlin-Kreuzberg Polizeibeamte von Jugendlichen massiv bedrängt worden, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch mitteilte. Zusammengeströmt waren die bis zu 100 Jugendlichen, großteils mit Migrationshintergrund, nachdem die Polizisten zwei Zwölfjährige wegen Diebstahls festgenommen hatten. Einige der Jugendlichen hätten im Verlauf der Konfrontation sogar auf Beamte eingeschlagen, zwei Polizisten seien dabei auch verletzt worden. Ein gewalttätiger 23-Jähriger konnte festgenommen werden, wurde jedoch nach Feststellung seiner Personalien wieder auf freien Fuß gesetzt. Die festgenommenen Zwölfjährigen
Prompt meldete sich dann auch gleich der CDU-Innenexperte Henkel zu Wort. Er betonte, dass es in Berlin weder für die Bevölkerung noch für die Polizei so genannte “No-Go-Areas” geben dürfe. Vor allem die “konzertierte Vorgehensweise” der jugendlichen Angreifer sowie die niedrige Hemmschwelle zur Gewaltanwendung gegenüber den Sicherheitsorganen würden nach Meinung Henkels Anlass zur Sorge bereiten. Weiter forderte Henkel, solche Vorfälle wie den in Kreuzberg als ein Warnzeichen zu betrachten. Die Gefahr einer sozialen Eskalation sei gerade in der Hauptstadt mit ihren vielen Problemkiezen relativ hoch.
Polizeiangaben zufolge war es nicht das erste Mal, dass die Sicherheitskräfte bei Einsätzen in Kreuzberg von zumeist türkisch- oder arabischstämmigen Jugendlichen bedrängt worden sind.


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