Diesen griffigen Spruch verkündete unlängst nach den Wahlen der TV-Entertainer Harald Schmidt in der seinen Namen tragenden Show im Ersten. Und mit beidem sollte er Recht behalten.
Nach vierwöchigen Verhandlungen haben sich in Berlin die SPD und die Linkspartei.PDS am Mittwochabend auf eine Neuauflage der seit Anfang 2002 bestehenden, der rot-roten Koalition geeinigt.
Der bisherige und wohl auch künftige Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) teilte mit, dass die Beratungen über die Sachthemen nun abgeschlossen seien.
Als letzte offene Themen wurden demnach Finanzen, Wissenschaft, Wirtschaft und Stadtentwicklung behandelt. Umstritten war nach dem Scheitern Berlins vor dem Bundesverfassungsgericht vor allem die Haushaltpolitik. Wowereit sagte zudem, dass schon 2007 aufgrund verbesserter Steuereinnahmen ein verfassungskonformer Haushalt vorgelegt werden könne.
Der Koalitionsvertrag soll am kommenden Montag, dem 6. November, in der Endfassung vorliegen und auch unterzeichnet werden.
Am heutigen Donnerstag wollen Vertreter von SPD und Linkspartei.PDS unter der Leitung des Regierenden Bürgermeisters erneut zusammenkommen, um sich über die künftige Ressortaufteilung und die Präambel des Koalitionsvertrages zu verständigen. Die Ergebnisse der Ressortverteilung werden dann ebenfalls am kommenden Montag, jedoch erst nach Unterzeichnung des Koalitionsvertrages, bekannt gegeben.
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Der Weg für eine Neuauflage rot-roten Koalition ist geebnet. Nachdem sich beide Seiten am späten Mittwochabend auf ein Regierungsprogramm geinigt haben wird am Donnerstag in kleiner Runde mit Gesprächen über die Ressortverteilung begonnen. Die Ergebnisse werden aber erst später bekannt gegeben.
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Die Mozart-Oper «Idomeneo» ist wieder im Spielplan Deutschen Oper Berlin und wird am 18. und 29. Dezember aufgeführt, das teilte das Opernhaus gestern mit.
Die Besetzung der Wiederaufnahme soll in Kürze bekannt gegeben werden. Die Inszenierung von Hans Neuenfels wurde von der Intendantin Kirsten Harms im September auf Anraten von Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) wegen möglicher islamistischer Bedrohungen aus dem November-Spielplan gestrichen. Eine konkrete Bedrohung gab es aber nicht.
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Es soll in diesem und auch anderen Ländern ja tatsächlich noch einige, quasi unbekehrbare, Menschen geben, welche die kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung nicht als Maß aller Dinge, als das Ende der Geschichte oder als beste aller möglichen Wirtschaftssysteme akzeptieren wollen. Diese Menschen wollen und können sich wohl einfach nicht mit der weltweit größer werdenden Kluft zwischen Arm und Reich, der zunehmnenden Durchdringung nahezu aller Lebensbereiche durch die Logik der Profitmaximierung, dem Handeln von Politik im Interesse von Wirtschaft und Kapital zur Verbesserung ihrer Bedingungen am jeweiligen nationalen Standort oder den zahlreichen anderen, hier nicht aufzählbaren, von einem Großteil der Menschen jedoch als negativ empfundenen Aspekte des globalen Kapitalismus zufrieden geben.
All jene also, die sich in den derzeit herrschenden ökonomischen Verhältnissen unwohl fühlen, was wohl auf viele Menschen zutreffen mag, aber darüber hinaus auch an Alternativen interessiert sind, haben die Gelegenheit, sich vom 24.-26.11.2006 in Räumen der TU Berlin einzufinden und sich zusammen mit anderen darüber Gedanken zu machen: Wie Wollen Wir Wirtschaften? Diese Frage steht quasi als Motto über dem am genannten Wochenende stattfindenden Kongresses: “Solidarische Ökonomie im globalisierten Kapitalismus”. Die Veranstaltung soll einer weltweit beobachtbaren, zunehmenden Entwicklung von Projekten einer anderen Ökonomie Rechnung tragen, bei dem immer mehr Menschen in Lateinamerika, Asien und Afrika, aber auch in Europa nach wirtschaftlichen Alternativen suchen.
Wer sich nun aber fragt, ob dies auch in einem Land wie Deutschland möglich sei, dem sei gesagt, dass hier bereits ein ganzer Wirtschaftssektor Solidarischer Ökonomie existiert. Dieser umfasst verschiedenste Projekte und Betriebe, beispielsweise gehören Genossenschaften, selbstverwaltete Betriebe, Unternehmungen, die sich sozialen Zielen verschreiben, fairer Handel und alternative Finanzierungseinrichtungen ebenso dazu, wie auch Wohn- und Gemeinschaftsprojekte, Tauschringe, landwirtschaftliche Direktvermarktung, Frauenprojekte, Initiativen für den freien Zugang zu Wissen sowie andere Formen wirtschaftlicher Selbsthilfe. Diese und andere Beispiele, die sich überall in der Welt finden lassen, zeigen, dass Wirtschaften durchaus solidarisch gestaltet werden kann und nicht zwangsläufig dem Profitprinzip unterworfen sein muss. In diesem so genannten dritten oder auch “non-profit”-Sektor finden in Deutschland immerhin fast zwei Millionen Menschen Arbeit, in den OECD-Ländern sind es zusammen fast 30 Millionen.
Im Zuge des Kongesses soll dieser Wirtschaftssektor öffentlich gemacht, politische Fragen bezüglich Solidarischer Ökonomie diskutiert, die verschiedenen Akteure zusammengebracht sowie last but not least natürlich auch Mut zum eigenen solidarisch-ökonomischem Handeln gemacht werden. Dazu werden neben 150 teils mit internationalen Referenten besetzten Workshops, Foren und Podien auch ein Kulturprogramm mit Filmen, Musik, Kabarett und Theater sowie eine Projektmesse geboten.
Alles zur Anmeldung (leider mit einem Unkostenbeitrag verbunden), zu den Veranstaltern und Trägern, zum Programm etc. findet man (und Frau) unter: www.solidarische-oekonomie.de
Zum guten Schluss für Interessierte noch ein Lesetip:
Elmar Altvater/ Nicola Sekler (Hrsg.)
“Solidarische Ökonomie” – Reader des Wissenschaftlichen Beirats von Attac
VSA-Verlag Hamburg, 168 Seiten (Herbst 2006)
EUR 14.80, ISBN 3-89965-170-7


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