Es gibt da eine (von so vielen) EU-Richtlinie. Kurz gesagt regelt diese Richtlinie die Arbeitszeiten von Menschen die im Bereitschaftsdienst arbeiten. So zum Beispiel unsere Jungs von der Berliner Feuerwehr. Diese dürfen ab 2007 dann nicht mehr so ohne weiteres in ihrem 24-Stundenschichten Rhytmus arbeiten wie es aktuell noch der Fall ist (von einigen Ausnahmen mal abgesehen), da dadurch ihre Wochenarbeitszeit viel zu hoch wäre, da mit der neuen Richtlinie auch Bereitschaftszeiten (wenn die Feuerwehrleute z.B. abends auf der Wache “rumsitzen” und auf Alarme warten), als Arbeitszeit angesehen werden. Das ist ja prinzipiell nicht verkehrt, immerhin ist das für die Feuerwehrleute ja keine richtige Freizeit. Nun muss das Problem also irgendwie gelöst werden. Den 24-Stunden-Rhytmus wollen die Feuerwehrleute eigentlich gerne behalten, groß beschwert hat sich auch niemand wegen der Arbeitszeiten.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten da jetzt heranzugehen.
1. Man hält sich nicht an die EU-Richtlinie, was unter bestimmten Bedingungen (z.B. die Mitarbeiter müssen da alle einstimmen) möglich ist.
2. Die Feuerwehrleute bekommen ab und an zusätzliche Freischichten um die Arbeitszeiten auszugleichen
3. Man stellt das Schichtsystem um, so dass die Schichten kürzer werden, und stellt mehr Feuerwehrleute ein, weil die Arbeit ja trotzdem erledigt werden muss.
4. Man stellt das Schichtsystem um, so dass die Schichten kürzer werden, stellt aber keine neuen Feuerwehrleute ein, sondern verteilt die Arbeit anders.
Was ist nun wohl die Lösung die höchstwahrscheinlich zum Tragen kommen wird?
1. Die Feuerwehrleute wurden nicht wirklich mit einbezogen und gefragt was sie wollen, damit fällt diese Möglichkeit flach.
2. Das würde mehr Einstellungen notwendig machen, da die Stadt Berlin aber für ihre Sicherheit (Polizei und Feuerwehr) möglichst kein Geld ausgeben will, fällt das auch flach.
3. Da müssten noch mehr neue Feuerwehrleute eingestellt werden, fällt also auch flach.
Bleibt also 4. Nur wie soll die Arbeitszeit anders verteilt werden? Ganz einfach. Es werden Fahrzeuge auf Dauer außer Dienst genommen, ggf. Wachen geschlossen und Nachts werden weniger Fahrzeuge im Einsatz sein als tagsüber. Und noch einiges mehr.
Fazit: Der Berliner Senat spart bei Feuerwehr immer weiter ein, das Personal wird immer weniger.
Wo soll das noch hinführen? Wie weit soll bei Feuerwehr (und auch Polizei) noch gespart werden?
Sparen muss sein, aber dann bitte nicht über Gebühr in Bereichen die so überaus wichtig sind wie Feuerwehr und Polizei.
Am 11. September ist eine Demonstration der Feuerwehrleute geplant. Weitere Infos: http://www.gdp.de/gdp/gdpbercms.nsf/id/Info_bf_1
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