Passt mal auf Leute wenn ich jetzt noch nen verdammten Veranstaltungstipp abgebe, dann auch nur, weil ich ob der Meldung die ich nun wie folgt verarbeite, relativ euphorisch bin: Und zwar kommt der sagenhafte Ice-T für ein Konzert nach Berlin, nämlich ins S036. Genial oder? Noch genialer ist aber dass der Bursche auch noch seine alte Combo BodyCount mit im Rucksack hat.
Das ist doch einen kleinen Tusch wert, nicht wahr?
Für alle die nicht wissen wer Ice-T ist, denen muss ich es wohl mal kurz erzählen. Also der Ice-T ist ein Schwarzer Musiker, unter anderem auch Rap-Künstler. Jedoch ist er hinsichtlich seiner Musik äußerst flexibel. Mit vielen Künstlern aus den unterschiedlichsten Genres hat er schon zusammen musiziert. Darunter war unter anderem auch Jello Biafra den man als Sänger der Dead Kennedys kennt. Soviel zur Musik, die wenn sie gut ist, auch ne gewisse Message rüberbringen will.
Und das will Ice-T. In seinen Stücken setzt er sich mit dem Leben auf der Schattenseite des Kapitalismus auseinander. Dabei kommt der Alltag in Schwarzen-Ghettos und die Kriminalisierung genauso zur Ansprache wie der Rassismus, von dem sich Amerika und der Rest der Welt noch immer nicht befreien konnte.
Mit brachialen Gitarrenklängen mit denen er durch BodyCount unterstützt wird, und einem Vokabular bei dem man seiner Oma die Ohren zu hält zeigt Ice-T, dass er die Kritik die er da vom Stapel lässt todernst meint.
Muss man unbedingt gesehen und gehört haben. Ich geh hin, nämlich am 22.08.2006 um 21:00 Uhr ins SO36.
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Die Dreigroschenoper wollte ich mir eigentlich schon immer mal anschauen aber was mich davon abhält mir die Inszenierung von Klaus Maria Brandauer anzuschauen ist die Starbesetzung, mit der für die Weill/Brecht - Oper geworben wird. “Mit Campino, Maria Happel, Gottfried John, Michael Kind Birgit Minichmayr, Katrin Sass, Walter Schmidinger und anderen Künstlern bettelt, stiehlt und hurt hier so viel geballte Bühnenpräsenz, dass das Korsett der kanonisierten Klassikeraufführung unweigerlich platzen muss.” heißt es auf berlin.de. Na Wahnsinn, was der Autor dieses geistigen Ergusses eigentlich sagen wollte ist: “So ihr unkultivierten Schweine, die Typen kennt ihr ja aus der Glotze, ist also nicht schlimm, wenn Ihr Euch auch mal was nettes anzieht und ins Theater bewegt.“
Aber vielleicht wird’s ja doch ganz gut. Einem Klaus Maria Brandauer trau ich jedenfalls zu aus einem bourgeoisen Ex-Punk wie es Campino ja nun einmal ist, einen passablen Mackie Messer zu machen.
Der Spaß ist übrigens vom 11. August – 24. September 2006 im Admiralspalast am Bahnhof Friedrichstraße zu sehen und dank der genialen Kompositionen von Kurt Weill, umgesetzt durch das Filmorchester Babelsberg auch wunderbar zu hören.
Karten gibt es unter der Nummer: 01805 - 80 77 96.


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