Als Ehemals-Berliner zieht es mich ja immer wieder hoch in die alte Heimat… am letzten Wochenende war es mal wieder soweit:
ja wenn man in die große Stadt kommt, ist einfach manches anders. Da sind zum Beispiel die Papierkörbe am Straßenrand 24h geöffnet,

keine Gewerkschaft kann da reinfunken, in den neuen Zeiten der neoliberalen Globalisierung haben diese Ewiggestrigen, die doch angesichts Millionen arbeitsloser Papierkörbe echt die Arbeitszeitverkürzung fordern, keine Chance mehr.
Aber Berlin an diesem Wochenende sollte noch mehr sein, angeregt durch das
Dezemberkind ging es am Samstag zu

“What the bleep do we know”
so der englische Titel des deutschsynchronisierten Dokumentarfilmes läuft nur in wenigen Kinos in Deutschland, meine Schwester begleitete mich ins

“Broadway”. Leider hatte der kleine Kinosaal keine Lüftung oder Klimaanlage, so das es mir sehr schwer fiel, mich auf den Film zu konzentrieren. Glücklicherweise saß kein Knoblauch- oder andere Düfte transpirierendes Wesen in der Nähe, das hätte dann der Sache wohl auf jeden Fall ein vorzeitiges Ende bereitet.
Zum Film: Viele Fragestellungen am Anfang, Wo kommen wir her? Wer sind wir? Wo gehen wir hin? Was ist Realität? Spielt sie sich nur in unserem Kopf ab? Viele Fragen, der Film versuchte eine Sichtweise dazu darzustellen. Eigentlich ging es bis auf die philosophische Frage: Bestimmt das Sein das Bewusstsein oder ist es umgekehrt, zurück.
Erste Aussage: “Wir schaffen mit unserem Bewusstsein die Realität!” steht da schon mal bei mir im scharfen Widerspruch zu meinem eigenen Denken und meinem Blick auf die Welt. Ich glaube, dass die Realität existiert und jeder nur
seine eigene Sichtweise darauf hat. Bin ich depressiv und traurig werde ich eine Tatsache ganz anders verarbeiten oder wahrnehmen als im lebensbejahenden und frohen Zustand. Aber dadurch bleibt eine Tatsache für mich immer noch dieselbe.
Was sehr schön gemacht war, die Animationen die unserer Gefühlsleben auf “Zellebene” symbolisierten, auch wie sich das äußere Erscheinungsbild der Hauptperson unter Einfluss positiver Gedanken und Gefühle schlagartig änderte.
Da gehe ich mit, ist bei mir eigentlich versuchter Lebensinhalt geworden. Positiv leben, ich sage immer mit einem Lächeln auf den Lippen (auch wenn es manchmal nur innerlich ist), lässt uns vieles leichter ertragen.
Insgesamt ein Film der zum Nachdenken und diskutieren einlädt, kann ich eigentlich nur empfehlen.
Auf dem Weg zum Parkhaus noch einige Bilder vom abendlichen Berlin:


Den Bericht habe ich meinem Blog Leben wagen - the diary of Mr.D. entnommen.
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