Archiv für den Monat: April 2006

Milosch

Milosch

Das ist unser kleiner Mischling Milosch. Derzeit macht er sein Abitur. Danach will er erstmal ein Jahr nach Neuseeland und anschließend Physik studieren. Seine Hobbies sind Backgammon und französiche Prosa des 17. Jahrhunderts.
Er ist echt unser Sonnenschein

Patrick Swayze

Hab gestern mal wieder Dirty Dancing gesehen, und auch diesmal war es hinreißend, und auch diesmal wurden etliche Taschentücher vollgeschnäutzt, zum Teil aber auch wegen meiner Erkältung. Das ist aber nicht der springende Punkt. Fakt ist, dass Patrick Swayze einer der schönsten Männer im Universum sein könnte, hätte er nich diesen komischen Gang. Ich glaube da können mir viele Weibsbilder beipflichten, wenn ich sage, dass Patrick Swayze watschelt wie ein Erpel, zwar wie ein äußerst hübscher Erpel, aber immernoch total entenhaft. Da ist es mit der Männlichkeit natürlich Essig.

Das Ampelmännchen wird frei..

Endlich geht die Geschichte um das Ampelmännchen, das Universum und den ganzen Rest weiter.

Hört, hört, es ist schon ganz schön viel geschehen! Zuerst wurde das Ampelmännchen geschaffen. Viele fragten sich, wozu dies wohl gut sein sollte. Einige meinten gar, es sei überflüssig, und wohl der grösste Fehler. Dennoch ist es nun da. Nach dem es ja nach langer Zeit hinter einer Mauer hervorkam, und erstmals von westlichen Augen erblickt wurde, hat das Ampelmännchen bald ne Freundin bekommen. Doch diese wusste zu anfangs der Geschichte über das Ampelmännchen etwa so viel, wie ein Emmentaler-Käse aus der Schweiz. Doch dies sollte sich schon bald ändern. Das Ampelmännchen nämlich erzählte ihr die ganze Geschichte über sich, und alles, was es bedrückt. Sie beschloss darauf hin, dem Ampelmännchen Ostberlin, Westberlin und den ganzen Rest zu zeigen. Da waren wir ja.

Hören wir dem geschehen einfach mal zu:
„Du Sandra, sag mal, muss ich hier eigentlich nun mein Leben lang stehen bleiben, und immer diese Traurigen Gesichte sehen?“
„Nein, natürlich nicht, liebes Männchen! Ich habe dir ja nun gezeigt, das du nicht alleine bist, viele deiner Verwandten und Bekannten auch hier sind. Möchtest du diese denn nicht besuchen?“
„Doch, möchte ich schon. Aber wie soll das gehen?“
„Na, mit mir, natürlich!“
„Aber, wie soll ich zu dir kommen? Du willst doch nicht sagen, dass ich einfach meinen Daumen rausstrecken kann, und dann von dir aufgelesen werde?“
„Na ja, der Daumen ist in deinem Fall halt die ganze Hand, und ja, dann nehme ich dich mit!“
Das Männchen streckte seine Hand raus, und sagte: „Ach, jetzt bin ich also Frei? Wirklich frei?“
„Nun, so frei, wie du sein kannst, wertes Männchen! Ich werde dich noch aus deiner Fassung holen! Dann bist du ganz frei! Bis dahin kommst du einfach so mit auf die Reise! Was denkst du darüber?“
„Oh, das wird sicher spannend! Sandra, ich mag dich!“
„Ähm, Ampelmännchen, für dich wäre es besser, wenn du mich nicht zu sehr mögen würdest. weil da draussen warten jede Menge Abenteuer und Gefahren auf dich!“
„Sag mal, werd ich da alle anderen kennen lernen?“
„ja, sogar noch viel mehr!“
„Wie soll das gehen? Oder ist es besser, wenn ich jetzt gleich grün werde?“
„Keine Panik, es kommt alles gut!“

PICT0839

Wohin uns wohl die Reise der beiden führt, was sie alles erleben werden, und noch viel mehr wahnsinnig spannendes: Im nächsten Teil!

Mysteriser berfall in Moabit

Die Polizei ermittelt derzeit wegen einem mysterisen berfall, der sich am Mittwochabend in Moabit ereignete. Gegen 18 Uhr verstndigte eine junge Frau die Polizei und gab an sie wre im kleinen Tiergarten von einem Mann bedroht worden. Der Mann habe sie gefragt ob sie Muslimin sei. Als sie die Frage bejahte, habe der Mann die 21-Jhrige mit einem Messer bedroht und sie dazu gezwungen ihr Kopftuch abzulegen und ihre Kleidung auszuziehen. Danach berhrte er die Frau mit dem Messer an der Brust und verschwand. Die Polizei vermutet bei der Tat einen sexuellen Hintergrund schliet aber ein fremdenfeindliches Motiv aus.

Gelesen in der Berliner Morgenpost.

Dealer mit ber einem Kilo Heroin gefasst

Das Landeskriminalamt konnte am Mittwoch in Neuklln einen Treffer gegen den Organisierten Drogenhandel landen. Die Fahnder konnten zwei Drogendealer (26 und 49 Jahre) festnehmen und ber ein Kilogramm Heroin beschlagnahmen. Desweiteren wurden mehrere Tausend Euro Bargeld und zwei Fahrzeuge sichergestellt. Die mutmalichen Dealer wurden gestern einem Ermittlungsrichter vorgefhrt.

Gelesen in der Berliner Morgenpost.

17-Jhriger erschiet sich vor dem Haus seiner Ex-Freundin

Weil er offenbar die Trennung von seiner ersten groen Liebe nicht verschmerzen konnte, hat sich ein 17-Jhriger am Sonntagabend vergangener Woche vor dem Haus seiner Ex-Freundin mit einer Pistole in den Kopf geschossen. Ein Notarztwagen brachte den Schwerverletzten in die Charit wo rzte vergebens um sein Leben kmpften. Am Dienstag wurden alle lebenserhaltenden Maschinen abgestellt.

Gelesen in der Berliner Morgenpost.

Weniger Polizisten am 1.Mai

Wie Behrdensprecher Uwe Kozelnik erklrte wird die Berliner Polizei die Maifeiern mit 5500 Beamten absichern. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 600 Mann weniger. Zwar sollte eine wesentlich grerer Mannschaft aufgeboten werden, jedoch hat Berlin weniger Untersttzung aus anderen Bundeslndern erhalten als angefordert.

Gelesen in der Welt.

Arsch geplatzt

Herman malt

Der Hund von meinem Kumpel André versucht sich neuerlich in abstrakter Malerei. Nicht schlecht, ich hab ihm ja schon immer gesagt, dass Herman ihm mal eine Menge Kohle einbringen wird. Spaß beiseite. In Wirklichkeit ist dem armen Tier nach einer kleinen Magen-Darm-Verstimmung der Arsch geplatzt, und die ganze – ich sag mal – Suppe ist gegen die Tapete geklatscht.

Musiktipp – „Die Angst“

An dieser Stelle möchte ich gerne nochmal einen Musiktipp anbringen. Seit geraumer Zeit bin ich nämlich Fan einer wunderbaren Band, die unrechtmäßigerweise noch nicht den Ruhm erlangt hat, der ihr gebührt. Die Rede ist von keiner geringeren als „Die Angst“. „Die Angst“ machen wunderbar düsteren Punk und sollten unbedingt so schnell wie möglich reich und berühmt werden. Ne Platte gibt es wohl noch in diesem Jahr, aber eine paar Hörproben könne schon jetzt auf ihrer Internetseite heruntergeladen werden.

http://www.dieangst.de.vu/

Pissen mit Gewissen

Ein sehr guter „Bekannter“, geriet gestern in eine sehr brenzlige Situation. Kurz vor Feierabend mußte er noch an einem dicken Stau direkt in Berlins Innenstadt teilnehmen. Ok, halb so wild denkt Ihr euch jetzt!? Aber nicht wenn man beachtet das er eine Blase wie ein Iltis hat und sowieso jede halbe Stunde das Örtchen aufsucht! Links von ihm Geschäfte und rechts ein Spielplatz mit jungen Müttern und den dazugehörigen Kindern. Zwei Stunden hielt er es aus, doch dann mußte eine Lösung her!Glücklicher Weise war er mit einem Vaneo Transporter unterwegs und siehe da eine PunikaSuperschluck war auch mit an Bord. Sein Tipp für die Zukunft: Großer Flaschenhals, Rücksitzbank und dann Feuer frei!

Gasag muss Leitungen freigeben

Ab Oktober muss die Gasag Mitbewerbern ihre Leitungen zur Verfgung stellen. Laut Gasag-Vorstand Andreas Prohl habe man bereits jetzt ein funktionierendes Durchleitungsmodell. Als wahrscheinlich gilt, dass der niederlndische Konzern Nuon in Berlin Gas anbietet. Momentan macht er mit Stromlieferungen Vattenfall Konkurrenz.

Gelesen in der Taz.

Jugendliche berfallen Jugendliche

Ein 15- und ein 16jhriger haben am Montag zwei gleichaltrige Jugendliche in der Strae Am Borsigturm in Tegel berfallen. Sie bedrohten ihre Opfer mit einem Messer und zwangen sie zur Herausgabe von Geld und ein Handys. Die Tter konnten am U-Bahnhof Borsigwerke von der Polizei festgenommen werden.

Gelesen in der Berliner Morgenpost.

Sarah Kuttner liest

Wie ich gerade in der taz gelesen habe, liest Sarah Kuttner, die von genannter Tageszeitung sehr formidabel als „Harald Schmidt light“ bezeichnet wurde, heute aus ihrem Werk „Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens“.

Beginn ist um 20:00 Uhr im Kino der Kulturbrauerei

Jugendliche berfallen Jugendliche

Ein 15- und ein 16jhriger haben am Montag zwei gleichaltrige Jugendliche in der Strae Am Borsigturm in Tegel berfallen. Sie bedrohten ihre Opfer mit einem Messer und zwangen sie zur Herausgabe von Geld und ein Handys. Die Tter konnten am U-Bahnhof Borsigwerke von der Polizei festgenommen werden.

Gelesen in der Berliner Morgenpost.

Berlin droht Verlust der ILA

Berlin knnte bald um eine Besucherattraktion rmer sein. Wie der Tagesspiegel in seiner heutigen Ausgabe berichtet schaue sich der Veranstalter der Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) nach alternativen Standorten um. Berlin wird zwar bevorzugt, jedoch fehle es der Stadt an Konzepten, wie auch in Zukunft ein, einer internationalen Luftfahrtmesse angemessenes, Flugprogram realisiert werden kann.

Gelesen auf Brennessl.com

Anti-Graffiti-Kongress

Rund 300 Experten aus ganz Europa wollen sich heute in Berlin zusammenfinden und ber Manahmen gegen Graffiti-Schmierereien beraten. Zu dem zweitgigen Kongress im Roten Rathaus werden Politiker, Stadtplaner, Architekten, Denkmalpfleger, Polizisten und Unternehmer eingeladen.

Gelesen auf RBB-online.de

Maerkische Höfe

Ein weiterer Teil der Geschichte um das Ampelmännchen.

PICT1751Hallo, Hallo, da sind wir wieder.. Wie schon gesagt, es ist die Geschichte um das Ampelmännchen, dessen Reise in die Gegenwart und Leben in Berlin. Was bisher geschah: Das Ampelmännchen hat Sandra-Lia erzählt, wie sehr es unter der Tatsache der Einsamkeit leidet, und wie sehr es sich freuen würde, wenn die Menschen etwas freundlicher wären. Dann, nach einer sehr langen Zeit, hat Sandra-Lia dem Männchen versprochen, eine Geschichte zu erzählen. Dieses Versprechen wurde natürlich eingelöst. Sandra-Lia erzählte dem Männchen, das es doch gar nicht so alleine wäre, und das es doch an tausende Orte in dieser wunderschönen Stadt zu finden wäre. Dies wollte mir das Ampelmännchen aber nicht glauben. Es war der Meinung, dass ich es Anlügen würde. PICT1770 Darum hab ich ihm versprochen, das Gegenteil zu belegen. Zu diesem Zweck hab ich eine Reise quer durch Berlin unternommen, und dabei ein paar schöne Eindrücke gewonnen. Doch lange dauerte es, bis ich den Beweis hatte. Da ist der Beweis, sagte ich dem Männchen, als ich zurückgekehrt war. Es war sehr erstaunt, das es noch andere wie es gibt. Es dachte nämlich wirklich, das es allein ist. Es hat mir darauf hin ein paar Fragen gestellt. Doch hören wir dem geschehen doch einfach mal zu:

Dieser Teil kommt dann nächstes mal *lach*

Frühling

Ach wie schön, der Frühling ist endlich da und wartet mit beinahe sommerlichen Temperaturen auf. Jedenfalls kam mir das so vor, als ich heute Mittag im Parka durch die Stadt lief. Hab nämlich geschwitzt wie ein Pferd. Allen die nach „geschwitzt wie“ – ein Schwein erwartet haben, sei gesagt, dass Schweine nicht schwitzen. Pferde dagegen schwitzen, will man die schöne Redewendung retten, wie die Schweine. Und so auch ich, und zwar wie schon gesagt heute Mittag. Da kam ich dann auch nicht umhin, meinen letzten Euro für ein Erfrischungsgetränk amerikanischer Bauart auszugeben. Lecker wars, auch wenn dieser Konzern die Organisation seiner südamerikanischen Arbeiter, die auf ’s fieseste gknechtet werden mit allen Mitteln bekämpft.
So und jetzt kauf ich mir ein paar Biere und geh in den Park.

Zigarette löst Balkonbrand aus

Ein Betrunkener hat am Sonntagabend in Marzahn einen Balkonbrand verursacht. Der 47jährige hatte nach Polizeiangaben auf seinem Balkon geraucht und die Zigarettenkippe offenbar nicht richtig ausgemacht. Der Brand entwickelte sich, als er in der Wohnung einschlief. Anwohner bemerkten den Brand und alarmierten die Feuerwehr. Der mutmaßliche Verursacher wurde mit Rauchvergiftungen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Gelesen in der Berliner Morgenpost.

Nachwuchs

Oh sind die niedlich. Die Warzenschweine im Berliner Zoo haben Nachwuchs bekommen. Die vor gut drei Wochen geborenen beiden Frischlinge sind kern gesund und können auch im Außenstall beobachtet werden.

Gelesen in der Berliner Morgenpost.

70-Jährige überfallen

Eine 70-jährige Frau wurde Sonntagabend in Kreuzberg von drei maskierten Männern überfallen und und dabei schwerverletzt. Die Täter stießen ihr Opfer brutal gegen eine Hauswand und stahlen ihm die Handtasche. Die 70jährige erlitt bei dem Überfall Prellungen und Gesichtsverletzungen und musste in ein Krankenhaus eingewiesen werden.

Gelesen in der Berliner Morgenpost.

Doppelmord aufgeklärt

Der Mord an zwei jungen Männern in einem Berliner Hochhaus ist vermutlich aufgeklärt. Wie ein Sprecher mitteilte konnte die Polizei am Sonnabend einen 20-Jährigen unter dringendem Tatverdacht festnehmen. Über das Tatmotive sei man sich allerdings noch nicht klar. Die beiden 20- und 23-jährigen Männer wurden am Freitag in ihrer gemeinsamen Wohnung erstochen aufgefunden.

Gelesen auf news.yahoo.com

Bombendrohung gegen Marzahner Schule

Eine Bombendrohung löste am Montag einen Großeinsatz der Polizei aus. Wie ein Sprecher mitteilte, habe ein unbekannter Anrufer dem Marzahner Victor-Klemperer-Kolleg mit einem Anschlag gedroht. Mehrere hundert Menschen im Umkreis des Gebäudes wurden evakuiert. Sprengstoffexperten fanden allerdings keine verdächtigen Gegenstände.

Gelesen auf news.yahoo.com

Busfahrer ausgeraubt

Unbekannte haben am Sonnabend gegen 22:00 Uhr einen Fahrer der BVG überfallen. Als der Fahrer mit seinem Bus an der Endhaltestelle der Linie 181 am Ortolanweg Ecke Kielingerstraße in Britz stand, wurde er von Unbekannten mit einer Pistole bedroht, und zur Herausgabe der Tageseinnahmen gezwungen. Erst am Freitag ereignete sich in Mariendorf ein ähnlicher Überfall.

Gelesen in der Berliner Morgenpost.

ALBA feiert Pokalsieg

Die Basketballer von ALBA Berlin konnten gestern ihren fünften Pokalsieg feiern. Im Endspiel setzte sich der siebenfache Meister beim GHP Bamberg mit 85:73 durch und holte sich den Pokaltitel.

Gelesen auf news.yahoo.com

Die Ampelmännchen-Geschichte

Eine kleine Einleitung:
Ich habe für meinen kleinen Blog und den Hauptstadtblog eine kleine Geschichte insziniert. Diese endet nicht einfach so, sondern wird lose fortgeführt. Ich möchte diese so weit wie möglich verbreiten, deshalb hier.. nochmals 🙂

Natürlich sollt ihr nicht bevorzugt werden, darum erscheint hier nun erst der erste Teil, obwohl es schon viel mehr davon gibt 🙂 Wer alle lesen will.. tja, der kann sie hier lesen, in ein paar Wochen, oder in den bereits beworbenen Blogs.

Nun zur Geschichte:

Der erste Teil:

“Das Rote-Ampelmännchen”

Dies ist die Geschichte des Roten Ampelmännchens, das sicher bekannteste und schönste, das Berlin zu bieten hat. Das Ampelmännchen ist beliebter, als das Brandenburger Tor, die Siegessäule und die Ubahn. Dies vorallem darum, weil er mehr vorhanden ist, und weil man ihn schlicht und ergreifend mehr sieht. Doch, hat sich irgend jemand schon mal gefragt, was das Rote Männchen Tag für Tag so erlebt? Genau darüber wird die Geschichte erzählen.

Vor langer, langer Zeit, in einer kleinen Stadt im Nord-Osten von Deutschland stand eine Mauer, die eingerissen werden sollte. Da kam ein Männchen zum vorschein, das vorher noch niee ein Westmenschliches Auge erblickt haben soll. Das Männchen war klein, sehr klein sogar. So klein, das man ihm kaum Bedeutung zukommen lies. Es war ja auch wirklich schwer, ihm Bedeutung zuzumessen, zumal es ja Gefangen in einer Ampel war, und sich entsprechend nicht wehren konnte. Doch zum glück fand das Ampelmännchen jemand, eine Freundin.. eine Schweizerin, um genau zu sein. Sie versprach dem Ampelmännchen, ihm gaaaaaanz Berlin zu zeigen. Doch das Ampelmännchen traute sich noch nicht so recht, und sagte der Schweizerin, das es lieber zuerst seine Welt zeigen wollte. Und so beginnt unsere Fotogeschichte. Ab sofort wird (fast) Wöchendlich (manchmal mehr, manchmal auch nicht) zwei neue Fotos erscheinen, und die Geschichte, die das Rote Ampelmännchen Sandra zu erzählen hat.. Wir werden sie mit ihm und ihr zusammen erleben.

PICT1297 PICT1273

Es steht ein Ampelmännchen in Ostberlin. Es steht genau am Brandenburger Tor, und fragt sich, was wohl hinter sich ist. Es sieht immer nur in die Ferne, nämlich viele Reisecars. Aber das war nicht immer so. Nein, so erzählt es mir, das war mal anders. Da wo es heute steht, da war einst eine Mauer, gross, und kaum zu überwinden. Dazwischen eingezwängt stand dieses wohlbesagte Tor. Es war da wohl sehr einsam, will das Männchen wissen. Es, allerdings, so scheint mir, ist auch nicht gerade Wohlbesungen. Jedenfalls ist es sehr traurig, dass die vielen Menschen nur da warten, wenn es da is, aber immer so unglücklich scheinen. Es glaubt, dass die ganzen Menschen auf irgendwas warten, weiss aber, nicht genau, worauf. Jedenfalls hat es mich gebeten, auch den Rücken, also das hinter sich, zu zeigen. Was ich tat. Es war hocherfreut. Das ist doch wunder wunder schön, was da bei herausgekommen ist. Das sah doch früher hier schon erheblich anders aus, sagt es mir. Jedenfalls hat es mich gebeten, ihm eine Geschichte zu erzählen. Ich hab ihm eine erzählt. Welche erfährt ihr das nächste Mal.

Dropkick Murphys

Ich war letzte Woche auf einem Konzert von Dropkick Murphys. Ging wie erwartet ab wie Sau. Was mich aber etwas verunsicherte, waren die vielen Skinheads. Nicht dass mich die stören würden. Aber ich habe schon des Öfteren gehört, dass sich auch verstärkt Nazi Skinheads auf Hardcore- und Oi-Konzerten unter die Menge mischen. Find ich persönlich scheiße, da so eine braunes Pack meiner Meinung gar keine Musik hören dürfte. Aber andererseits lässt es sich wohl kaum bewerkstelligen Faschos auszusperren, da „Boneheads“ vom ungeschulten Betrachter wohl nur schwer von antifaschistischen Skinheads zu unterscheiden sind. Gefährliche Sache.

Der Baader-Meinhof-Komplex

Hab gerade das Buch „Der Baader-Meinhof-Komplex“ ausgelesen, und ich muss sagen, das es mich gefesselt hat wie ein Krimi. Die Dokumentation von Stefan Aust befasst sich sehr wertfrei mit dem „Deutschen Herbst.“ Es beschreibt neben den Biographien der Hauptakteure der RAF, sehr detailliert die Aktionen und die Ideologie nach denen die Terroristen handelten. Sehr interessant fand ich wie Aust die Ohnmacht aber auch das Kalkül Bundesregierung beschreibt. Dies wird bei der Schilderung der Schleyer-Entführung, aber auch der Haftbedingungen der Baader-Meinhof-Gruppe deutlich. Unbedingt lesen, ich maße mir mal an, „Den Baader-Meinhof-Komplex“ als ein Standardwerk für bundesdeutsche Zeitgeschichte anzupreisen.