Maria Stuart, Königin von Schottland (Yvon Jansen), sitzt auf einem englischen Schloss gefangen. Man bezichtigt sie des Ehebruchs, des Mordes, des Hochverrats. Die aufgezwungene Einsamkeit hat sie an den Rand des Wahnsinns getrieben. Ihre Bücher, ihre Schreibutensilien, ihren Schmuck, ihre Spiegel: alles, was an ihren Status als Königin erinnern könnte, hat man ihr genommen. Von den beiden Gesellschafterinnen, die ihr geblieben sind, spricht eine nicht ihre Sprache, die andere wird von ständigen Heulkrämpfen geschüttelt. Das einzige, was Maria zur Ablenkung bleibt, sind die Männer:
die Wächter, die von ihrem Unglück und ihrer Schönheit magisch angezogen werden und ständig versuchen, näher an sie heranzukommen. Als Mortimer (David Ruland), der Neffe ihres Wächters Paulet (Thomas Bading), auftaucht, glaubt sie zunächst kein Wort von seinen Rettungsplänen. Zu viele Intrigen sind bereits gescheitert, zu viele Männer sind für sie gestorben…
Der Klassiker von Friedrich Schiller, in der Inszenierung von Luk Perceval feierte vor drei Tagen an der Schaubühne Premiere. Heute Abend ist “Maria Stuart” um 20:00 Uhr zu sehen.



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