Kleist-Preis 2006 verliehen

Den Literaten und Leseratten dürfte wahrscheinlich nicht entgangen sein, dass am gestrigen Sonntag in Berlin der Heinrich-von-Kleist-Preis verliehen wurde. Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr der Schriftsteller Daniel Kehlmann. Er erhielt die von der Kleist-Gesellschaft vergebene und mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung im Rahmen einer Matinee-Veranstaltung im Berliner Ensemble. Der 31 Jahre alte Kehlmann dürfte bei vielen Lesern durch die zuletzt von ihm erschienenen Bücher „Ich und Kaminski“ sowie „Die Vermessung der Welt“- einer Geschichte zur Entstehung der modernen Wissenschaft um die Forscher Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß- noch in Erinnerung sein, mit denen er auch international großen Erfolg hatte.
Kehlmann habe mit seinen letzten Büchern nicht nur große Erfolge gehabt, sondern habe darüber hinaus auch „große Bücher“ geschrieben. Mit der Vergabe des diesjährigen Kleist-Preises an den geborenen Münchner und heutigen Wiener sollten Kehlmanns epische Werke Auszeichnung finden, da sie „sich ebenso spielerisch wie humorvoll in naturwissenschaftlichen und philosophischen Wissengebieten bewegen“.
Die vom Autor, dessen Werk immerhin schon rund ein Dutzend Romane und Erzählungen umfasst, erschienenen Bücher wurden weltweit sogar schon in etwa zwölf Sprachen übersetzt.