Schwangerschaftspiercing

Piercings sind beliebt und viele Frauen tragen ein Glitzersteinchen oder Ähnliches im Bauchnabel.
Aber was passiert, wenn frau schwanger ist? Muss sie neben Alkohol und anderen Genuss- und Nahrungsmitteln auch auf den geliebten Körperschmuck verzichten?

Die Antwort ist: „Jein“. Ein Bauchnabelpiercing im Zeitraum der Schwangerschaft ist nicht zwangsläufig tabu, allerdings sollte frau ein paar Dinge beachten.

Die Gefahren und Nachteile eines Bauchnabelpiercings während der Schwangerschaft

piercing2In der Schwangerschaft ändert sich der Hormonhaushalt der Frau. Es ist also möglich, dass sie empfindlicher auf manche Stoffe reagiert, die sie vormals ohne Probleme vertragen hat. Dazu gehören eventuell auch Piercings. Allergische Reaktionen auf Metall sowie eine erhöhte Entzündungsgefahr können die Freude am Piercing gewaltig trüben. Davon sind nicht nur neuere Piercings betroffen, die noch nicht komplett verheilt sind. Auch Piercings, die bisher keine Probleme gemacht haben, können sich plötzlich „melden“, indem sich die Haut um die Einstichstelle entzündet oder allergisch reagiert.
Eine neue Allergie hat keinen negativen Einfluss auf das ungeborene Kind. Dennoch ist es möglich, dass Entzündungen und Infektionen zu einer Blutvergiftung führen, die dann schädlich für das Baby ist.

Daher gilt: Wenn sich das Piercing rötet, nässt oder entzündet, sollte es sofort entfernt werden.
Sich ein neues Piercing stechen lassen, ist generell tabu. Hier ist die Gefahr von Entzündungen oder allergischen Reaktionen deutlich höher und kann im Voraus nicht abgeschätzt werden.

Eine weitere Gefahr für das Bauchnabelpiercing und die Einstichstelle geht vom wachsenden Babybauch aus. Wenn der Bauch wächst, dehnt sich die Haut. Die gestraffte Haut kann um das Piercing herum viel leichter einreißen als gewöhnlich. Die Gefahr von Verletzungen besteht.

Häufig bittet der Frauenarzt die schwangere Frau, den Körperschmuck zum Ultraschall zu entfernen.

Sollte eine schwangere Frau also komplett auf Piercings verzichten?

schwangerschaftspiercingIn den meisten Fällen ist es nicht nötig, dass eine Frau auf den Körperschmuck verzichtet.

Die Lösung für das Allergie-, Entzündungs- und Rissrisiko bieten spezielle Schwangerschaftspiercings.
Diese bestehen aus Kunststoff und nicht aus Metall. Zudem sind sie extrem flexibel und strapazieren die ohnehin schon gedehnte Haut dadurch nicht zusätzlich.

Wenn der Bauch wächst und praller wird, sollte frau ihr normales Piercing durch ein Schwangerschaftspiercing ersetzen, spätestens um die 16. Schwangerschaftswoche herum.

Auch hier ist es möglich, dass die Frau das Piercing für den Zeitraum einer Ultraschalluntersuchung entfernen soll. Mit einem Klacks Wundsalbe, die als Gleitmittel fungiert, ist es normalerweise schnell wieder eingesetzt. Passende Schwangerschaftspiercings gibt es bei piercingline.com.

Wenn eine Frau sich dafür entscheidet, ihr Bauchnabelpiercing während ihrer Schwangerschaft komplett zu entfernen, besteht dennoch eine gute Chance, dass das Loch nicht komplett wieder zuwächst. Sollte das passieren, kann ein Piercingstudio unkompliziert helfen. Bereits zwei bis drei Monate nach der Geburt dehnt der Piercer das Loch vorsichtig – und dem alten oder einem neuen Piercing steht nichts mehr im Weg.