Stolzer Schwan

Schwan

Ach Schwan – hast prächtig, blütenweiß Gefieder
Gern bräche ich Dir alle Glieder
Anmutig? – Nein! Eher arrogant
Würd packen Dich mit harter Hand

Drehte Dir rasch das Hälslein rum
Und böge Dir die Flügel krum
Doch schätzt man dich leider wie besessen
Wirst nie geschlachtet nie gegessen.

In mir wirst Du Deinen Meister finden
Ich werd’s mit Appetit begründen.
Doch wie schmeckts Du eigentlich, stolzer Schwan?
Und wie richte ich Dich denn bloß an?

Mit Kartoffeln und mit Rotkohl fein
Ähnlich wie eine Ente, nicht ganz so klein
Gefüllt mit Äpfeln, auch nicht schlecht
Auch kleine Rosinen wären mir recht

Doch lasse ich es besser sein,
Gehst bestimmt nicht in meinen Ofen rein
Auch die Madame fänd es sicherlich
Gar Ekelhaft und widerlich

Drum schwimm einfach weiter, königlich.
Doch wenn ich wollte kriegte ich Dich.